Vester Vedsted

1858 beschreibt J.P.Trap das Kirchspiel Vester Vedsted als gemischt. Damit versuchte er zu erklären, daß ein Teil des Kirchspiel zu Schleswig und der andere Teil zu Nordjütland gehörte.
Das Kirchspiel lebte hauptsächlich von der Landwirtschaft und war dünn besiedelt, insgesamt gab es 629 Einwohner, von denen 370 zum Königreich und 259 zu Schleswig gerechnet wurden. In geistlicher Hinsicht gehört da Kirchspiel zum Stift Ribe, während Schul- und Armenwesen 1858 zu Hadersleben Amt unter schleswiger Gesetzgebung gehörte.
Kirche

Hviding Kirche

Die Kirche in Hviding liegt wie auf einer Prärie im westlichsten Teil der Marsch. Hier liegt sie, weil es früher hier einen Hafen gab, wo hauptsächlich Rinder verschifft wurden. Der Bau ist ursprünglich in Tuffstein um 1150 entstanden. Um 1200 wurde die Kirche erweitert nach Westen mit zwei Türmen, die mit einem Portal verbunden waren.
Hviding Kirche Während der Restaurierung 1963-67 fandt man zwei Fundamente für zwei Seitenschiffe, die nie erbaut wurden. Um 1500 fielen die beiden Türme in sich zusammen und wurden nicht wieder hergestellt.
Ursprünglich war die Kirche mit Fresken reich verziert, von denen nicht viel übrig ist. Charakteristisch ist jedoch die Hansekogge an der Nordwand von etwa 1300. Die Decke des Schiffs ist 1744 marmoriert worden, während die Decke des Chors 1913 gemalt wurde. Die westliche Empore ist von 1704, und die Orgelfassade von 1782. Die Orgel ist aus dem Jahre 1967.
Der Taufstein ist spätromanisch, der Kruzifix um 1350 und die Kanzel aus dem Jahre 1767. Ein Kleinod ist ein Flügelaltar von 1520, der nach einem Holzschnitt von Erhard Schön geschnitzt wurde. In einem großen Rosenkranz, dessen große Rosen das Glaubensbekenntnis symbolisieren und die kleinen das Vaterunser und Ave Maria, hängt der Gekreuzigte umgeben von zahlreichen geschnitzten Figuren.
Kirche

Vester Vedsted Kirche

Die Kirche in Vester Vedsted ist um 1175 erbaut worden. Ursprünglich eine Tuffsteinkirche, wie auf der Nordseite vom Sockel bis zu den Fenstern sichtbar. Bis ins 15. Jahrhundert hatte die Kirche keinen Turm. Der brannte nach einem Blitzeinschlag 1845 ab. Aber die Kirche wurde durch kurzentschlossene Bürger gerettet, indem die Türöffnung zum Kirchenraum mit Torffladen ausgefüllt wurde.
Vester Vedsted Kirche Die Kirche war dem Sankt Andreas geweiht, dem Schutzpatron der Seeleute. Es soll hier einige Reliquien gegeben haben, die von dem Heiligen stammen sollen. Die Fresken im Chor sind 1916 gefertigt worden. Der Altar und das Bild vom Abendmahl sind von Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Kanzel ist von 1625 und hat vier Reliefe, die folgende Situationen darstellen: Die Verkündigung, die Andacht der Hirten, die Beschneidung und die Taufe Jesus'.
Touristenattraktion

Gedenkstein

2. Weltkrieg In der Nacht vom 20. zum 21. April 1943 war ein britischer Bomber auf dem Weg nach Stettin und Rostock. Über Vester Vedsted wurde die britische Lancastermaschine von einer deutschen Messerschmidt 4:/NJG 3 gejagt und des Heck wurde abgeschossen. Der Gedenkstein markiert den Ort, wo die Lancaster abstürzte. Von der siebenköpfigen Besatzung wurden die sechs sofort getötet, während der siebte, der Heckschütze Patrick J. Cramer, schwer verletzt ins Krankenhaus in Ribe kam, wo er verstarb. Die Lancaster gehörte zur RAF 103 Squadron Bomber Command und hatte den Kode PM-G.
Die Besatzung wurde am 30. April 1943 auf dem Fourfeldt Friedhof nördlich von Esbjerg mit 30 anderen von den anderen Abschüssen derselben Nacht beigesetzt. Das war die größte Beerdigung von allierten Soldaten während der Besatzung Dänemarks. Bei der Beisetzung nahm ein deutsche Feldprediger teil und die deutsche Wehrmacht und der Stadtrat von Esbjerg legten Kränze.
Zwischen 1940 und 1945 waren es 240 allierte Flugzeuge, die entweder abstürzten oder notlandeten. 1050 britische und 150 amerikanische Besatzungsmitglieder verloren ihr Leben bei den Abstürzen. 350 überlebten, 100 wurden nach Schweden geschmuggelt.
Weltkulturerbe - Unesco

Vadehavscenter

Das Vadehavscenter, also das Wattenmeerzentrum, bezeichnet sich selbst als Tor zum Wattenmeer. Das Gebäude ist von der Architektin Dorte Mandrup ist alleine schon einen Besuch wert.
Vadehavscenter Lassen Sie sich in die faszinierende Welt des Wattenmeeres entführen.

Kulturministerium

Denkmalgeschützte Gebäude

Schloß- und Kulturverwaltung (Stand: 1.6.2020)
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AdresseBeschreibungerbautgeschützt seit
Søndre Kirkevej 20 Vestervedsted Pfarrhof17381959

Quellen

Pastorat Wattenmeer
Vadehavscenter

Trap, J.P (1864), Statistisk-topografisk Beskrivelse af Hertugdømmet Slesvig, Andet Bind. Gad, Kjøbenhavn.


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