Trøjborg

Die Trøjborg war mehr als 200 Jahre im Besitz des Bistumes Ribe. Bei der Reformation übernahm die Krone 1536 alle Besitztümer des Bistumes.
Im 16. und 17. Jahrhundert gehörte die Trøjborg über mehrere Generationen dem Adelsgeschlecht Rantzau. Die alte Burg Trøjborg ist von 1585 und ist heute als die Schloßruine Trøjborg bekannt.
Trøjborg Die Trøjborg ist aus dem Mittelalter, wo der Hof Johan Limbek gehörte, der 1355 starb. Die uradelige Familie Limbek, die aus Limbek bei Rendsburg stammte, lebte hier, bis Claus Limbek den Hof 1407 an die Königin Margarethe I. verkaufte. Die Königin mußte den Hof einlösen, denn Johan Skarpenberg hatte Pfand im Hof. Danach verpfändete sie den Hof an das Bistum Ribe. Gleichzeitig wurden der Gutshof und die dazu gehörenden Ländereien und Pachthöfe ins Königreich Dänemark eingegliedert. Davor gehörte die Trøjborg zum Herzogtum Schleswig. Aber bis 1864 war die Trøjborg mit Ländereisen ein königliche Enklave.
Während der Zeit unter dem Bistum Ribe hatten die Bischöfe einen Lehnsmann, meist von dänischem Adel. 1536 wurde der bischöfliche Lehnsmann Wulff Pogwisch zum königlichen Lehnsmann. Der letzte königliche Lehnsmann war Peter Rantzau, der das Lehen von seinem Bruder Daniel geerbt hatte. Peter wollte nicht nur Lehnsmann sein, und erwarb die Trøjborg vom König im Tausch mit seinem Hof Vamdrupgård. Peter kaufte auch viele der Pachthöfe um die Trøjborg auf. Bis 1658 gehörte die Trøjborg den Rantzaus, als die Witwe von Daniel - Mette Sehested - den Gutshof erbte. Durch Heirat einer ihrer Töchter übernahm die Familie von Buchwald die Trøjborg. 1776 übernahm der bürgerliche Holst die Trøjborg.
Bendix Holst war ein typisch bürgerlicher Gutsherr, der seine Bauern knechtete, um Geld zu verdienen. Diese Behandlung führte zur Krise, auch wegen der schweren Zeiten in der Landwirtschaft. Als Holst 1829 verstarb verkauften die Erben die Trøjborg auf einer Auktion an Knud Lausten Knudsen.
Der Politiker bot dem Staat die Trøjborg an, um dort ein Seminarium einzurichten. Die Kosten für den Umbau wären so groß, daß das Projekt nicht realisiert werden konnte. Also erlaubte Knudsen den Bauern der Umgebung, die Burg abzureißen, um die wertvollen Ziegelsteine wieder zu verwenden. Aber die Brücke über den Wallgraben konnte den schweren Verkehr nicht tragen und brach ein. Deshalb steht heute die Ruine so romantisch da.

Quellen

Wikipedia
Dänische Herrenhäuser
Adelsgeschlecht Limbek

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