Kongeå

Die Aue ist 65 km lang und hat seine Quelle ungefähr 5 km südöstlich von Vamdrup in der Gemeinde Kolding. Von der Quelle fließt sie nach Westen zuerst durch ein breites Schmelzwassertal. Nach Foldingbro ebnet sich die Landschaft und die Aue geht an Gredstedbro vorbei. Sie erreicht das Meer bei Ribe an der Kongeåsluse.

Geschichte

Eigentlich hieß die Aue Skodborgå und hatte seit dem Mittelalter die Grenze zwischen Nordjütland und Südjütland gebildet. Vom 13. Jahrhundert bis 1850 teilte sie auch das Königreich Dänemark vom Herzogtum Schleswig. In der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts war sie auch die Zollgrenze, wo für die Ochsen, die exportiert wurden, an den König Zoll bezahlt werden mußte. Deshalb wurde die Aue im Volksmund Kongeå (Königsaue) genannt. Nach dem 2. Dänisch-Preussischen Krieg 1864 bis zur Volksabstimmung 1920 bildete eine große Strecke der Kongeå die Staatsgrenze zwischen Preußen, bzw. dem Deutschen Reich und Dänemark.
1945 wurden Wrackteile in der Kongeå bei Gredstedsbro gefunden. Es waren Bugteile, Kielteile und Spantenteile von einem etwa 20-25 Meter langen Eichenschiff aus der frühen germanischen Eisenzeit (zwischen 500 und 800). Die Analysen des flachen, verschlissenen Kiel zeigen, daß das Schiff für die Fahrt auf der Kongeå geeignet gewesen ist und oft auch Land gezogen worden war. Trotz vieler Versuche ist der Rest des Gedstedbroschiffes nicht gefunden worden.

Touristenattraktion - Natur

Natur

Bis etwa Gredstedbro ist der Verlauf der Kongeå natürlich, also unreguliert. Das letzte Stück der Aue durch die eingedeichte Marsch ist meist kanalisiert.
Entlang der Aue gibt es Fischzuchten, wie zum Beispiel die bei Jedsted Mühle, die seit 1904 betrieben wird.

Flora

In der Aue wachsen Stumpfblättriges und Schwimmendes Laichkraut, Wassersterne, Wasser-hahnenfuß, Flutender Schwaden, Wasser-Knöterich, Schmalblättriger Merk, Pfeilkraut und gelbe Teichrosen.
Am Ufer gibt es Schilfrohr, ästiger Igelkolben, Sumpfschwertlilien, Rohrglanzgras und zottige Weideröschen.

Fauna

Das Fischleben in der Kongeå ist sehr vielfältig. Es gibt hier Forellen, Lachse, Flussbarsche, Hechte, Brassen, Rotaugen, Haseln, Elritzen und Bachneunaugen. Auch die seltenen Äschen und Nordseeschnäpel kommen hier vor, jedoch in kleineren Beständen. Diese Fischvielfalt bildet eine gute Speisekammer für die Ottern, die hier heimisch sind.
Auf den Feuchtwiesen östlich von Gredstedbro rasten viele Zugvögel und bei Jedsted Mühle sind Gebirgsstelzen, Eisvögel und Wasseramseln häufige Wintergäste. Das Vogelleben ist am vielfältigsten bei der Schleuse, wo mehr als 200 Vogelarten beobachtet worden sind.

Naturschutz

Die Kongeå führt durch zwei Gebiete, die sowohl zu Habitat als auch zu Natura 2000 erklärt worden sind.

Habitat Kongeå

Auf der Karte ist das Gebiet mit einem grünen Strich markiert.
Das Habitat Kongeå
Bei Gedstedbro kann man das Kongeå Tal, das ein 1.850 haEin Hektar (ha) ist eine Fläche von 10.000 m² oder 0,01 km², also ein Quadrat von 100 Meter × 100 Meter. 100 Hektar sind ein Quadratkilometer. Ein markiertes Fußballfeld hat 0,714 ha. Mit der Rasenkante darum ist es etwa 1 ha groß. großes Naturschutzgebiet ist, erreichen. Die Rundtour ist 24 km lang. Man kann sie zu Fuß oder mit dem Rad erwandern. Man darf auch mit dem Kano die Aue befahren.
Die Rundtour Kongeå

Habitat Wattenmeer

Auf der Karte ist das Gebiet mit einem grünen Strich markiert. Das Habitat setzt in Deutschland fort. Das Habitat Wattenmeer
Gutshof/Herrenhaus

Gutshof

Der Gutshof Kærgaard am Kjærgårdsvej 31, 6740 Bramming ist seit 1949 eine Landwirtschafts-schule.
Die frühesten bekannten Besitzer gehörten zum Adelsgeschlecht der jütländischen Lange, die seit 1707 als ausgestorben gelten. Der Gutshof, der 1440 Henrik Esgesen Lange gehörte, hat eine lange und komplizierte Baugeschichte. Das Hauptgebäude ist dreimal umfassend umgebaut worden. Es ist nicht viel von dem ursprünglichen Gutshof übrig in dem heutigen dreiflügeligen, weißgekalktem Gebäude.

Quellen

- Koch, Niels Elers, Herausgeber, (2020),Trap Danmark - Varde, Esbjerg, Fanø, 6. Udgave - Bind 14, Gads Forlag

- Dänischer Naturschutzverein

Wikipedia.de dn.dk Naturstyrelsen.dk

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