Esbjerg
Esbjerg ist eine junge Stadt, die nach der Gemeindereform von 2007, Hauptort der gleichnamigen Gemeinde ist. Vor der Reform gab es hier 3 Gemeinden, nämlich Bramming, Ribe und Esbjerg. Die heutige Gemeinde hat 794,5 km² und 114 km Küstenlinie. Die höchste Erhebung in der Gemeinde ist 59,4 m über dem Meeresspiegel. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Stadt Esbjerg nur 23 Einwohner. Nach der Einweihung des Hafens 1874 wuchs die Stadt explosiv.
Der Hafen
Nachdem Dänemark infolge des Deutschen Krieges am 23. August 1866 im Prager Frieden das Herzogtum Schleswig an Preußen verloren hatte und damit den Nordseehafen Altona, brauchte das Land einen neuen Nordseehafen. Der Nord-Ostsee-Kanal war zwar schon lange gewünscht gewesen, wurde aber erst ab 1886 gebaut. Also war die Umschiffung des Skagerak eine lange, teure und gefährliche Reise. Die kürzeste Strecke für die Dänen über Land von der Nordsee nach Kopenhagen war also Esbjerg - Kolding - Middelfart - Korsør - Kopenhagen.Mitte des 19. Jahrhunderts fand der Export der landwirtschaftliche Waren von Dänemark nach Übersee von Husum, Tønningen und Altona statt. Dänemark wollte nach dem Kriegsende einen Hafen unabhäning von Preußen haben und das Folketing beschloß im April 1868 den Bau eines Hafen bei Esbjerg Kleve mit gleichzeitiger Anlage eine Eisenbahn von Vamdrup im Osten und Holstebro im Norden. Damit war der Grundstein für die Stadt gelegt worden.
1874 wurde der Hafen in Betrieb genommen. Die Reederei DFDS war in diesem Hafen von Anfang an ein Hauptakteur, der sich zu Anfang um den Export von lebendem Rindvieh nach Britannien spezialisierte. Ab 1880 war der Ankunftshafen Harwich in England.
Obwohl der Hafen nicht als Fischereihafen geplant war, siedelte sich hier eine Fischereiflotte an, weshalb der Hafen laufend erweitert wurde. Um 1970 war die Fischereiflotte auf ihrem Höhepunkt mit etwa 600 Kuttern. Ab Mitte der 1980er wurden die Bedingungen für die Fischerei immer schwieriger und die Flotte verschwand allmählich fast ganz in den 2000ern. 2002 schloß die Fischauktion und 2007 die Fischmehlfabrik.
In den 1960ern begann der Warentransport sich in Container zu verlagern. Auch der Passagier- betrieb wurde zunehmend ein interessantes Geschäft. Um 1980 wurden jährlich 500.000 Reisende bedient. Während der 1990er fiel die Zahl der Reisenden aufgrund der billigen Flugreisen und 2014 wurde der Personentransport eingestellt.
In den letzten Jahrzehnten hat der Hafen in Esbjerg sich zum Stützpunkt für die Offshore-Industrie entwickelt. Die Bohrinseln in der Nordsee und die Windkraftanlagen werden von hier bedient.
Die Stadt
Das die Stadt eine junge Stadt ist, sieht man auf der Landkarte. Die Straßen sind rechtwinklig angelegt. Sie ist offensichtlich von Ingenieuren und Architekten geplant worden.Sehenswürdigkeiten


Denkmalgeschützte Gebäude
Schloß- und Kulturverwaltung (Stand: 1.6.2020)Gehen Sie zu den angegebenen Adressen, um sich denkmalgeschützte Gebäude anzuschauen.
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| Adresse | Beschreibung | erbaut | geschützt seit |
|---|---|---|---|
| Havnegade 22 | Esbjergs früherer Wasserturm von Christian Hjerrild Clausen | 1897 | 1983 |
| Jernbanegade 31 | Esbjerg Station Hauptgebäude von Heinrich Wenck | 1904 | 1983 |
| Kirkegade 25, Skolegade 47 | Früheres Missionshaus Bethania. Giebelhaus zur Kirkegade und das angebaute Giebelhaus zur Skolegade von Christian Hjerrild Clausen | 1906 ca. 1890 | 1983 |
| Nygårdsvej 65. | Villa von C.H. Clausen mit schmiedeeisernem Zaun und Terassenfliesen | 1908 | 1993 |
| Skolegade 33 | Esbjergs früheres Gerichtshaus und Gefängnis von Hans Christian Amberg | 1892 | 1983 |
| Toldbodvej 1 | Esbjergs Alte Zollkammer von Vilhelm Petersen | 1896-97 | 1984 |
| Torvet 20 | Esbjergs Posthaus von Ulrik Plesner | 1908 | 1983 |
| Østergade 4 | Vorderhaus von C.H. Clausen | 1899 | 1983 |
Quellen
- Koch, Niels Elers, Herausgeber, (2020),Trap Danmark - Varde, Esbjerg, Fanø, 6. Udgave - Bind 14, Gads Forlag
- Visit Esbjerg (Touristeninformation)
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