Padborg

Padborg (deutsch: Pattburg) ist ein Grenzort mit 4.361 Einwohnern (1.1.2019).
Der Ort hat eine dänische und eine deutsche Schule.

Der Gendarmenpfad

Der GendarmenpfadDie Spuren des fast vergessenen Krieges, die der Historiker Tom Buk-Swienty in seinem Buch Schlachtbank Düppel wiederbelebt, sind hier auch deutlich. Man kann sich diese Geschichte in etwa 5 Tagen über 75 km erwandern.
Auf der Homepage Gendarmenpfad ist die Route ausführlich auf Deutsch beschrieben. Der Gendarmenpfad wurde noch bis 1958 vom Militär patrouliert. Die Strecke verläuft zwischen Pattburg und Skovby auf Alsen.
Der Gendarmenpfad
Museum - Historie

Das Lager

Die Geschichte des Lagers beginnt 1944. Zweck des Lagers war, die dänischen Gefangenen der SS aus dem besetzten Dänemark hier zu behalten. Es wurde auf dänische Initiative errichtet, da man die dänischen Gefangenen nicht in die beunruhigenden KZ-Lager der deutschen Reiches verschwinden lassen wollte. Denn obwohl Dänemark besetzt war, hatten Dänemark und das deutsche Reich einander nicht den Krieg erklärt.

Das Frøslevlager

Am 13.8.1944 kamen die ersten 750 Gefangenen von Seeland nach Frøslev. Mit den Gefangenen kam ein deutscher Kommandantenstab bestehend aus SS und deutscher Polizei. Aber das dänische Gefängniswesen durfte die Insassen verpflegen. Die sogenannte dänische Verwaltung kam kurz nach dem deutschen Kommandantenstab. Damit ist der besondere Status Dänemarks bewiesen. Die dänische Verwaltung durfte jedoch nicht innerhalb der Mauern wirken, sondern war genau außerhalb des Lagers angebracht.
Das Frøslevlager wurde das merkwürdigste KZ der Welt genannt, weil es verhältnismässig zivilisiert geführt wurde. Dennoch erfüllte es nicht ganz seinen Zweck, denn etwa 1.600 Gefangene wurden von Frøslev in KZ-Lager im Reich deportiert. Etwa 230 dieser deportierten Gefangenen überlebten nicht.

Das Fårhuslager

Bei der Befreiung, dem Schluß der Besatzungszeit durch die Nazis, am 5.5.1945 wurden die Gefangenen befreit. Die Kollaborateure mit den Nazis wurde jetzt hier als Landsverräter interniert. Die Namesänderung war notwendig, damit die Widerstandskämpfer und Nazisympathiseure nicht in dem gleichen Lager einsaßen.

Die Padborgkaserne

Ab 1949 übernahm das dänische Militär die Anlage als Kaserne, die nun wieder einen neuen Namen brauchte, um die Soldaten nicht mit einem Gefangenenlager in Verbindung zu bringen.

Das Padborglager

Von 1968 - 1975 übernahm Civilforsvaret die Anlage.

Das Museum Frøslevlager

1969 wurde das Museum auf Initiative der früheren Gefangenen des Frøslevlagers errichtet. Der Staat übernahm mittels des Nationalmuseums den Museumsbetrieb. Am 1. Januar 1984 wurde die Gemeinnützige Instituiton Frøslevlager gegründet, die der Grund dafür ist, daß dieses Lager so gut erhalten ist.

Padborg Park

Der Padborg Park ist eine Motorsportrennstrecke in Padborg.
Der Rundkurs mit einer Länge von rund 2150 Metern verfügt über neun Kurven, 4 Rechtskurven, 5 Linkskurven und eine Schikane. Die Fahrtrichtung ist links. Er wurde auf dem Gelände des Flugplatzes Kruså-Padborg gebaut und 2003 eröffnet.
Padborg Park ist ein Austragungsort der dänischen Tourenwagenmeisterschaft. Die Strecke wird zudem für private Events, Trainings- und Einstellfahrten für Automobile und Motorräder genutzt. Bei Sportveranstaltungen wird die unmittelbar anschließende Start- und Landebahn für den Flugbetrieb geschlossen und als Fahrerlager genutzt.
Touristenattraktion - Natur

Frøslev Plantage

Die Frøslev Plantage nahe der deutsch-dänischen Grenze besteht aus einer seltenen Landschaft mit dichtem Nadelwald, Heideflächen und flachen, feuchten Sanddünen, auf Dänisch „klimper“ genannt.
Karte über Frøslev Plantage
Das dänische Amt für Naturverwaltung hat eine ausführliche, deutsche Online Beschreibung für das Gebiet und ein deutschsprachiges Faltblatt.

Quellen

Frøslevlejren
Wikipedia
Frøslev Plantage

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