Bylderup

Trap schreibt: Das Land der Gemeinde Bylderup ist nicht besonders geeignet um beackert zu werden, die Ackerkruste ist sandmullig und mager, der Unterboden besteht aus rotem Sand und oft Ortstein, der jedoch so tief liegt, daß er der Vegetation nicht schadet. Die Aue Grønaa fließt durch die Gemeinde in westliche Richtung und nimmt auf seiner rechten Seite die Auen Terkelsbølaa und Slogsaa auf, womit zuletzt die Bäche Sottrupbæk und Lundbæk entstehen. Die Nordwestgrenze der Gemeinde bildet die Aue Hvirvlaa. Alle diese Auen fließen durch schmale, aber fruchtbare Auentäler. 1864 hatte die Gemeinde 911 Einwohner.
Kirche

Die Bylderup Kirche

Trap schreibt: Die Bylderup Kirche ist zweifellos die Hauptkirche der Harde Slogs. Sie ist Unserer Lieben Frau geweiht. Im Schiff hat sie eine flache Decke, im Chor eine gewölbte Decke, der Turm hat ein Giebeldach, anstatt des vom Blitz verbrannten Turms (1689), der einen Helm hatte. Die runden Bögen, die es teilweise am äußeren Gesims gibt, zeugen von dem hohen Alter der Kirche, offene Grabstätte für den Hajstrupgaard, darüber ein Gemälde, daß den Hardenvogt Nis Hensen († 1616), ein Enkelkind des Nis Henriksen, mit Ehefrau und 12 Kindern, neben dem Register ihrer Verwandtschaftsbeziehungen.
Bylderup Kirche

Hajstrupgaard

Hajstrupgård ist der bekannteste der nordschleswig'schen Frigårde. Ein Frigård, freier Hof, war der Lohn des Hardevogtes, und ihm standen auch sogenannte 'Dommerkorn', also Steuern in Form von Naturalien, zu. Berühmt ist der obengenannte Hardevogt Nis Henriksen (~1478 - † 11.1.1555), der auf dem Thing am Urnehoved 1523 Frederik I. verteidigte, und deshalb von dem Thing flüchten mußte, während Pfeile um seinen Kopf flogen. Mehrere Pfeile setzten sich in seiner Kappe fest, aber mithilfe seines schnellen Pferdes gelang es ihm, lebend davonzukommen. Als Dank für seine Treue gab der König ihm den Freibrief für den Hof, der so priviligiert wurde. Als Nis Henriksen heim kam, hängte er seine Kappe mit den Pfeilen und seine Sporen in der Bylderup Kirche auf. Die verschwanden Ende den 18. Jahrhunderts. Die Kirche hat jedoch noch immer ein reiches Inventar, das von der Bedeutung der Familie auf Hajstrupgaard im 16. und 17. Jahrhundert zeugt. Die Familie hatte sozusagen das Monopol auf das Amt des Hardevogtes, hatte auch fürstliche Lehen und das Privileg den lokalen Gasthofs zu bewirtschaften. Nis Henriksen ist ein Ahne von Christian Ditlev Reventlow.

Quellen

Bylderup Kirche

Trap, J.P (1864), Statistisk-topografisk Beskrivelse af Hertugdømmet Slesvig, Første Bind. G.E.C. Gad, Kjøbenhavn.

Nis Hinrichsen


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