Glyngøre

Glyngøre hat im Jahre 2018 1.492 Einwohner. Der Name bedeutet 'der steinige Strand am Sumpf'. Der Ort liegt auf einer Landzunge, die in den Limfjord hineinragt. Glyngøre hat seine Wurzeln im Wasser, denn seit 1445, wo er zum 1. Mal genannt wurde, hat man sich hier vom Fischen und Übersetzen ernährt. Aus diesen Wurzeln sind einige der gewerblichen Erfolge gewachsen. Hier ist der Begriff 'Das Volk des Wassers' zu einem wichtigen Teil des Selbstverständnisses und des sozialen Erbes der Bürger Glyngøres geworden.
Am 15.5.1884 kam die Eisenbahn nach Glyngøre und mit ihr ein enormer Aufschwung. Der Fischerort hatte vor der Eisenbahn nur 2 Häuser und am 1.2.1921 zählte man schon 602 Einwohner und 138 Häuser, mit Kirche, Schule, Pfarrhof, Genossenschaftskaufmann 'Brugsen', 2 weiteren Kaufleuten, 2 Hotels, einer Motorenfabrik, Fischexport, Elektizitätwerk, Wasserwerk, Werft, Hafen, Bahnhof, Telegrafenstation und Postamt.

Glyngøre

Gewerbe

Ein Fischabenteuer begann, als der 14-jähriger Anders Martin Priess nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1900 dessen Fischexport übernahm. Unter seiner Leitung wuchs die Exportfirma zu einer der größten des Landes. 1931 trat der Sohn in die Firma ein und expandierte weiter. 1939 gründete die Familie die Konservenfabrik Glyngøre Fiskeindustrie. Mitte der 1960er beschäftigte die Familie mehr als 500 Menschen. Als es zu schwierig wurde genügend Mitarbeiter anzuwerben, wurden weitere Produktionsstandorte geschaffen. In den 1980er kamen schwere Zeiten für den Fischhandel, und die Erben verkauften die Firmen 1987 und 1991.

Ein anderes Industrieabenteuer war die Lautsprecherfabrik Jamo. Zuerst wurden nur Gehäuse für Lautsprecher gefertigt, aber ab 1966 ganze Lautsprecher. Als Jamo 1996 an die Börse ging, hatte die Firma 500 Mitarbeiter in Dänemark. 2001, als Jamo Europas größter Lautsprecherhersteller war, wurde die Firma an einen norwegischen Kapitalfond verkauft, der die gesamte Prouktion nach China verlegte. Die Pläne des Kapitalfonds schlugen fehl, und der amerikanische Klipsch Audio übernahm Jamo 2005. Heute hat Jamo Klipsch seine Entwicklungsabteilung in Glyngøre.

TauchenDer Salling Aqua Park ist ein Klub, der einen Taucher-Erlebnispark eingerichtet hat. 2009 wurde begonnen, die Ideen für einen Unterwasserpark zu verwirklichen mit Spenden und Sponsorengeldern. Am 15.5.2013 wurde der Park eingeweiht.
Glyngøre hat dicht an Land eine Wassertiefe von 24 m. Dort sind unter Wasser zwei neue Steinriffe angelegt worden, die den Park gegen Land abgrenzen. Dann wurde ein schwedisches Minensucherschiff hier versenkt, ein Leopardpanzer und ein Lotsenboot. Und es wurde ein riesiges Betonschneckenhaus angelegt. Diese Anlage hat die natürliche Umwelt des Limfjordes sehr verbessert, denn schon nach kürzester Zeit wanderten neue Arten ein. Köhler und Dorsche kamen sehr schnell. Andere neue Arten sind Taschenkrebse, große Mengen von Hummer, Klippenbarsche und Seestichlinge. Die beiden Steinriffe haben Lebensraum geschaffen für Seeanemonen und Seescheiden. Volksfest, Markt

Heringsfest

Seit 2009 findet im August das Heringsfestival in Glyngøre statt. Außer Hering gibt es Musik und andere Volksfestaktivitäten.

Quellen

Wikipedia

Knudsen, Gunnar, Herausgeber,(1924), J.P.Trap Kongeriget Danmark. VI. Bind, G.E.C. Gads Forlag, København

https://www.sallingaquapark.dk/kontakt


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